Verkehrssicheres Fahrrad

© Bergamont/DSHS

Ob Mountainbiker oder Rennradfahrer: Beide absolvieren viele Trainingskilometer auf der Straße. Als Teilnehmer am Straßenverkehr müssen sie daher auch über ein verkehrssicheres Fahrrad verfügen. Doch wie sieht dieses aus?

Diese Frage stellt sich nicht nur für Sportvereine, sondern auch für die, die das Fahrrad als Trainingsgerät nutzen oder einen Vereinsausflug mit dem Rad planen.

Verkehrssicher ist ein Fahrrad laut Gesetzgebung erst dann, wenn es folgende Ausrüstungsmerkmale vorweisen kann:

1.    zwei voneinander unabhängige Bremsen (Hand- und Rücktrittbremse)

2.    eine Klingel

3.    eine Lampe (vorn)

4.    einen weißen Reflektor (vorn)

5.    einen Dynamo (möglichst als Nabendynamo)

6.    ein Rücklicht mit Reflektor

7.    einen roten Reflektor (hinten)

8.    vier gelbe Speichenreflektoren (Katzenaugen) oder reflektierende weiße
       Streifen an den Reifen oder in den Speichen

9.    rutschfeste und fest verschraubte Pedale, die mit je zwei Pedalreflektoren
       ausgestattet sind

Ist die Ausstattung unvollständig, darf ein Fahrrad offiziell nicht im Straßenverkehr genutzt werden.

Allerdings gibt es einige Ausnahmeregelungen:

  • Rennräder, die nicht schwerer als elf Kilogramm sind, gelten als Sportgeräte und müssen deshalb nicht so umfangreich ausgestattet sein. Das betrifft besonders die Beleuchtung: Anstelle einer fest angebrachten Lichtmaschine müssen Scheinwerfer und Schlussleuchte bei Rennrädern lediglich mitgeführt werden, um sie bei schlechten Lichtverhältnissen oder Dunkelheit einschalten zu können. Während Radrennen sind Rennräder von derartigen Vorschriften befreit. Reflektoren und Strahler müssten zwar trotzdem vorhanden sein, in der Regel wird deren Fehlen in diesen Situationen jedoch geduldet.
  • Für Mountainbikes und andere Radtypen wie Cross- und Fitnessbikes gibt es eine derartige Sonderregel nicht. Räder mit mangelnder Verkehrssicherheitsausstattung im Straßenverkehr werden aber meistens von der Polizei geduldet, sofern Batterielicht mitgeführt wird.

Dunkelheit vermeiden

Bei längeren Radausfahrten kann man immer mal von der Dunkelheit überrascht werden. Aus diesem Grund sollte für ausreichende Beleuchtungsmöglichkeiten gesorgt sein, denn ohne Licht können auch Gruppen von Autofahrern schnell übersehen werden. Zudem ist die rechtliche Situation des Gruppenleiters im Falle eines Unfalls äußerst schlecht, wenn die Gruppe oder Gruppenmitglieder ohne Beleuchtung unterwegs waren.

Für zusätzliche Sichtbarkeit in der Dunkelheit und damit mehr Sicherheit kann auch beim sportlichen Radfahren gesorgt werden: An Rennrädern und Mountainbikes lassen sich sehr einfach Reflexfolien und anklippbare Speichenreflexstäbchen wie die SekuClips von 3M anbringen. 

RADschlag-Empfehlungen zu diesem Thema mit Bewertungsfunktion:

31.08.09

Verkehrssicheres Fahrrad (ADFC Bayreuth)

Dieser Artikel beschreibt, welche Kriterien ein "verkehrssicheres Fahrrad" offiziell erfüllen muss.

Hier geht es zum Artikel des ADFC Bayreuth.

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