Schadstoffe

© H.G.Oed/ BMU

Der hohe Schadstoffausstoß bleibt trotz aller Verbesserungen in den vergangenen Jahrzehnten eines der zentralen Probleme des motorisierten Verkehrs.

Schärfere Umweltnormen, die aufgrund politischer Vorgaben europaweit umgesetzt wurden, haben den Ausstoß von Kohlenmonoxid (CO), Stickoxiden (NOx) und Kohlenwasserstoffen (HC) reduziert. Allerdings wird dieser Effekt durch das wachsende Verkehrsaufkommen schnell wieder relativiert. Weiterhin gehören Benzin- und Dieselmotoren zu den bedeutendsten Erzeugern von Kohlendioxid (CO2), das zwar ungiftig, aber klimaschädlich ist. Hinzu kommt die starke Feinstaub- und Partikelbelastung, insbesondere durch Fahrzeuge mit Dieselmotor.

Neben den erwähnten klimaschädlichen Effekten des CO2-Ausstoßes gehen weitere kritische Umweltauswirkungen auf das Konto des Kraftverkehrs.

Saurer Regen

Fahrzeugmotoren gelten als bedeutende Quelle von Stickoxiden. Obwohl der Stickoxid-Ausstoß in den letzten Jahren deutlich reduziert werden konnte, beträgt der Anteil des Straßenverkehrs an den Stickoxid-Gesamtemissionen immer noch 42 Prozent. Bei Stickoxiden handelt es sich um besonders aggressive Stoffe: Sie reagieren mit Sauerstoff und Wasser zu Säuren. Wenn die als „saurer Regen“ bekannt gewordenen Säuren bildenden Stoffe in Böden oder Gewässern angelangen, tragen sie großflächig zur Absenkung des natürlichen pH-Wertes bei. Dieser als „Versauerung“ bezeichnete Prozess schädigt nachhaltig die Vegetation, Stichwort Waldsterben.

Auch Kohlenwasserstoff-Emissionen sind eine bedeutende Ursache für Waldschäden. Etwa 20 Prozent dieser Schadstoffe stammen aus den Motoren von Fahrzeugen.

Gesundheitliche Auswirkungen

Stickoxide beeinträchtigen nicht nur die Natur, sondern auch die Gesundheit der Menschen. So spielen sie eine wichtige Rolle bei der Bildung von Ozon sowie als Reizgase. Bei einer erhöhten Konzentration dieses Gases können die Atemwege gereizt und Husten, Kopfschmerzen sowie Atembeschwerden verursacht werden. Neben Stickoxiden beeinträchtigt ganz besonders Feinstaub die menschliche Gesundheit. Dabei handelt es sich um mikroskopisch kleine Partikel, die nicht sofort auf den Boden sinken, sondern eine gewisse Zeit in der Luft schweben. Wichtige Quellen für den Feinstaub sind neben dem Verkehr auch die Industrie und die Landwirtschaft. Feinstaub entsteht unter anderem durch Verbrennungsprozesse. Im Verkehr wird Feinstaub also in Motoren, vorrangig Dieselmotoren erzeugt. Er entsteht aber auch durch den Abrieb von Bremsen und Reifen sowie durch die Aufwirbelung des Staubes auf der Straßenoberfläche.

Wegen seiner extrem geringen Größe kann Feinstaub tief in die Atemwege eindringen und diese schädigen. Er wird beim Ausatmen nicht wieder ausgeschieden und kann über die Lungenbläschen in die Blutbahn vordringen und so das Herz-Kreislauf-System beeinträchtigen.