Ventile

Es gibt drei gängige Ventiltypen:

Dunlop-Ventil (DV)

Das Dunlop-Ventil, benannt nach dem Erfinder des Fahrradluftreifens, John Boyd Dunlop, findet sich heute meistens an preisgünstigen Alltagsfahrrädern. Hier sitzt das Ventil selbst in einer am Schlauch befestigten Hülse, wo es durch eine Überwurfmutter befestigt wird. Ein Ventilwechsel ist so leicht und ohne Werkzeug möglich. Indem man die Mutter lockert, kann Luft aus dem Schlauch abgelassen werden. Beim Aufpumpen des Reifens wird das Ventil durch die mit der Pumpe erzeugte Druckluft geöffnet. Es ist also keine mechanische Öffnung erforderlich. Aus diesem Grund ist eine Luftdruckmessung unmöglich. Allerdings können Luftpumpen mit integriertem Manometer den Druck während des Pumpvorgangs messen.

Maximaldruck: meistens 6 bar, jedoch auch Hochdruckventile erhältlich

Synonym(e): Blitzventil, Fahrradventil, Normalventil

Sclaverand-Ventil (SV)

Das Sclaverand-Ventil wird aufgrund seiner Hochdrucktauglichkeit meist bei Sporträdern, insbesondere bei Rennrädern eingesetzt. In der Mitte des Ventils befindet sich ein Gewindestift mit einer Rändelmutter. Aufgrund seines geringen Durchmessers ist dieses Ventil besonders für schmale Felgen geeignet. Auch bei Hochprofilfelgen kann es Verwendung finden, da es in verschiedenen Längen erhältlich ist. Allein der Überdruck im Reifen sorgt dafür, dass das Ventil geschlossen gehalten wird. Die Öffnung beim Pumpen geschieht von selbst bereits bei geringem Druckunterschied. Zum Aufpumpen des Schlauchs muss die Rändelmutter aufgeschraubt werden. Beim Auf- und Absetzen der Pumpe sollte darauf geachtet werden, den Gewindestift nicht zu verbiegen. Zum Ablassen der Luft genügt ein Druck mit dem Finger auf den Gewindestift.

Maximaldruck: 15 bar

Synonym(e): französisches Ventil, Rennradventil, Prestaventil 

Schrader-Ventil

Das Schrader-Ventil kommt oft bei Mountainbikes, vor allem aber bei Autos zum Einsatz. Daher können mit diesem Ventil ausgestattete Fahrradschläuche problemlos an Tankstellen aufgepumpt werden. Auch hier befindet sich in der Mitte des Ventils ein Gewindestift, der allerdings im Gegensatz zum Sclaverand-Ventil nicht aus dem Schaft herausragt. Es handelt sich um ein Rückschlagventil, das durch eine kleine Feder geschlossen gehalten wird und mechanisch geöffnet werden muss. Durch das Aufsetzen der Luftpumpe wird der Gewindestift hinuntergedrückt, das Ventil öffnet sich und Luft kann ein- und ausströmen.

Maximaldruck: 4 bar

Synonym(e): Autoventil