Methoden und Tipps

Mit Hilfe verschiedener Spielgeräte wie Rutscher, Dreirad, Laufrad und Roller können Kinder bereits ab einem Alter von einem Jahr erste eigene motorische Erfahrungen sammeln. Durch Treten, Lenken und Bremsen verbessern sie spielerisch ihren Gleichgewichtssinn. So fällt der Einstieg in das Erlernen des Radfahrens später viel leichter. Wenn Kinder das Laufrad oder den Roller sicher beherrschen, bedeutet der Umstieg auf das erste Kinderfahrrad, der je nach Können etwa ab dem dritten Lebensjahr erfolgen kann, keine große Hürde mehr. Die größte Schwierigkeit bildet für die meisten Anfänger das Anfahren. Um ihnen hierbei zu helfen, haben sich zwei Lernmethoden bewährt: 1. Kinder können zunächst mit den Füßen mitlaufen (wie vom Laufrad bekannt) und die Füße erst bei einer ausreichenden Geschwindigkeit auf die Pedale setzen. 2. Die Anfahrversuche können durch einen vorsichtigen Haltegriff durch die Kleidung im Nacken- oder Rückenbereich unterstützt werden. Diese Methode sollte jedoch nicht zur Regel gemacht und nur selten eingesetzt werden.

Stützräder

Auf den Einsatz von Stützrädern sollte aus den nachfolgenden Gründen verzichtet werden:

  • Die beim Radfahren notwendigen Ausgleichsbewegungen zur Aufrechterhaltung des Gleichgewichts werden durch das Fahren mit Stützrädern nicht gefordert und müssen daher nach der Entfernung der Stützräder neu erlernt werden.
  • Mit Stützrädern ist es nicht möglich, die erforderliche Kurvenlage mit der Verlagerung des Gewichts Richtung Kurveninnenseite einzunehmen.
  • Entgegen der Vorstellung, dass Stützräder helfen, Stürze zu vermeiden, können diese sogar durch Stützräder hervorgerufen werden. Beispielsweise wenn eine Seite an einer Bordsteinkante oder einem Schlagloch plötzlich absackt.

Zehn Tipps zum Radfahren lernen

Die Erfahrung zeigt, dass sich das Erlernen des Radfahrens nicht in didaktische Konzepte pressen lässt. Der Versuch, Kindern mit komplexen methodischen Reihen die Grundtechnik beizubringen, führt nicht zum Erfolg. Nur durch die Abfolge der Übungsgeräte und wiederholtes Üben mit diesen erreichen die Kinder sehr schnell eine ausreichende koordinative Fertigkeit, die es ihnen ermöglicht, Rad zu fahren. Erzieherinnen und Erzieher sowie Eltern sollten berücksichtigen, dass es bei Kindern durchaus erhebliche Unterschiede in der Geschwindigkeit des Lernens bezogen auf ihr individuelles Alter gibt. In den Empfehlungen am Ende dieser Seite finden sich 10 RADschlag-Praxistipps rund ums Radfahren lernen in der Kita.

RADschlag-Empfehlungen zu diesem Thema mit Bewertungsfunktion (Weitere Quellen finden sich in der Literaturdatenbank.):

12.05.11

RADschlag-Praxistipps: Vermittlung von Verkehrs-Grundregeln

Die RADschlag-Praxistipps erläutern, die Vermittlung von Grundregeln im Verkehr für das Kindergarten- und Vorschulalter.

Hier geht es zu den RADschlag-Praxistipps (pdf, 159 kb).

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22.10.10

RADschlag-Tipps zum Radfahren lernen

Zehn Praxis-Tipps zum Radfahren lernen für die Umsetzung in der Kita.

Hier geht es zu den Tipps (pdf, 73 kb)

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28.08.09

Das Leochrima Zauberlaufrad (Textor)

Im Artikel werden Übungen und Spiele vorgestellt, mit denen Kinder spielerisch das Laufradfahren lernen können. Desweiteren wird erläutert, wie man einen handelsüblichen Roller mittels weniger Handgriffe in ein Laufrad umrüsten kann. 

Hier geht es zum Artikel des Online-Handbuchs "Kindergartenpädagogik".

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28.08.09

Rauf aufs Rad! (Pütz, Klier)

Die Autoren schildern die wichtigsten Aspekte, die beim Erlernen des Radfahrens beachtet werden sollten, damit Kinder auch langfristig Spaß am Radfahren haben, so z.B. eine gute Vorbereitung, die richtige Fahrradgröße, ein geeigneter Übungsplatz sowie natürlich auch Eltern, die als Vorbild dienen.

Hier geht es zum Artikel der Zeitschrift "Leben und erziehen" (pdf, 1,95 mb).

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