Sehen und gesehen werden

© RADClub Deutschland

Helle Kleidung beim Training

Radfahrer werden aufgrund ihrer geringen Größe und der niedrigen Geschwindigkeit im Vergleich beispielsweise zu Autos schlechter wahrgenommen. Sehen und gesehen werden, auf sich aufmerksam machen sind deshalb zentrale Voraussetzungen für die Sicherheit von Radfahrern im Straßenverkehr – und das nicht nur in der Dunkelheit.

Die Sichtbarkeit und die Verkehrssicherheit von Radfahrern werden unter anderem durch helle und reflektierende Kleidung und Materialien deutlich verbessert. Anklippbare Speichenreflexstäbchen wie die SekuClips von 3M sorgen auch an Rennrädern und Mountainbikes für eine extreme Sichtbarkeit bei Dunkelheit. Auch das Tragen einer leichten, atmungsaktiven Warnweste oder eines Warngürtels, wie er in der Abbildung zu sehen ist, trägt dazu bei, dass Radfahrer von anderen Verkehrsteilnehmern schneller und besser wahrgenommen werden.

Im Allgemeinen werden Gruppen übrigens eher durch andere Verkehrsteilnehmer wahrgenommen – besonders, wenn die Radfahrer am Anfang und Ende der Gruppe eine Weste in einer Signalfarbe oder auffällige Trikots tragen.

© B & M

Licht im Dunkel

In der Dunkelheit ohne Licht Rad zu fahren, gilt zwar als Kavaliersdelikt, ist aber sehr gefährlich. Mit dem Rennrad oder Mountainbike Trainierende sollten es möglichst vermeiden, in der Dunkelheit unterwegs zu sein. Muss man jedoch im Dunkeln fahren, helfen hochwertige Batterieleuchten und reflektierende Aufkleber.

Batterielicht – nicht immer legal

Etwa die Hälfte aller in Deutschland verkauften Räder hat keine Beleuchtungsanlage und dürfte somit laut StVZO überhaupt nicht im Straßenverkehr eingesetzt werden. Eine funktionierende Batteriebeleuchtung wird in aller Regel von der Polizei toleriert – doch jeder kennt das leidige Problem: Oft sind die Batterien genau dann leer, wenn man auf ihre Funktionstüchtigkeit angewiesen ist. 

Mit modernen Hochleistungsakkus halten auch Batterieleuchten sehr lange. Diodenfrontleuchten schaffen mit herkömmlichen Batterien eine Leuchtdauer von unglaublichen 30 bis 50 Stunden – das untere Bild zeigt einen 20-Lux-Akku-Scheinwerfer mit LED-Technologie. Steckrücklichter funktionieren ebenfalls mit Leuchtdioden und geben wahlweise ein Dauer- oder Blinklicht ab: Ein Blinklicht ist jedoch nicht zulässig, wenn es am Rad montiert ist – am Körper darf eine solche Leuchte sehr wohl getragen werden. Bei Rücklichtern mit LED ist eine Leuchtdauer von 50 bis 80 Stunden mit einem Batteriesatz üblich.

Achten sollte man auf eine widerstandsfähige Halterung mit Schnellverschluss, die auch an den Lenker passt. Die Batterien sollten schnell und möglichst ohne Schraubenzieher wechselbar sein. Manche Geräte sind mit Akkus ausgestattet, die direkt im Gerät mit einem mitgelieferten Netzteil aufgeladen werden können.

Die Vorschrift

Die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) schreibt für Fahrräder einen von einem Dynamo betriebenen Scheinwerfer und ein Rücklicht vor. Diese werden durch Front- und Rückstrahler sowie Strahler in den Pedalen und den Laufrädern ergänzt. Entgegen vieler Annahmen, Gerüchte und Falschmeldungen sind ausschließlich bei Rennrädern unter elf Kilogramm Gewicht batteriebetriebene Leuchten zulässig.

RADschlag-Empfehlungen zu diesem Thema mit Bewertungsfunktion:

30.01.10

Fahrradbeleuchtung - Sehen und gesehen werden (Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen e.V. (Hrsg.))

Die Broschüre liefert nützliche Tipps zum Thema "Sehen und gesehen werden". Thematisiert werden u.a. Vorschriften bezüglich der Beleuchtung, die moderne Beleuchtungstechnik, Reparaturtipps sowie Reflexmaterialien.

Hier geht es zur Broschüre der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen e.V. (pdf, 793,16 kb).

Übermittlung Ihrer Stimme...
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
8 Stimme(n).
16.09.09

Licht für Schwarzfahrer (Stiftung Warentest)

Im Test: 39 nach StVZO zugelassene Produkte zur Nachrüstung der Fahrradbeleuchtung (11 Dynamos / 6 Volt, 5 Dynamoscheinwerfer in Grundversion ohne Schalter und Einschaltautomatik, 5 Dynamorückleuchten, je 8 Batteriescheinwerfer und Batterierückleuchten sowie zwei Kombiprodukte).

Hier geht es zum Download des Testberichts.

Übermittlung Ihrer Stimme...
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
4 Stimme(n).
14.09.09

Fahrradbeleuchtung. Mehr Schatten als Licht (Stiftung Warentest)

Im Test: 34 Fahrradbeleuchtungen zum Nachrüsten: Dynamos, Scheinwerfer, Rückleuchten, Batteriesysteme und eine komplette 12-Volt-Anlage.

Hier geht es zum Download des Testberichts.

Übermittlung Ihrer Stimme...
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
9 Stimme(n).