Radfahrausbildung

Die Radfahrausbildung in der dritten und vierten Klasse soll die Kinder zur sicheren Teilnahme im Straßenverkehr befähigen. Dabei entscheidet jedes Bundesland, welche Inhalte vermittelt werden und wie die theoretische und praktische Prüfung durchzuführen ist: In manchen Bundesländern unterstützen die örtliche Polizei oder die Jugendverkehrsschulen die Ausbildung, in anderen führen Lehrerinnen und Lehrer diese selbst durch. Einige Länder schulen die Kinder ausschließlich fernab des Straßenverkehrs (Schonraum), andere führen auch Fahrten im Straßenverkehr (Realraum) durch.

Unabhängig von den regionalen Unterschieden sollten drei Leitgedanken den Prozess der Radfahrausbildung prägen:

1. Frühzeitige Bewegungsförderung: Viele Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Klasse haben deutliche motorische Schwächen, sodass ihnen die Radfahrausbildung sehr schwer fällt. Durch eine frühzeitige Bewegungsförderung kann dem entgegengewirkt werden.

2. Praxisbezug: Dass dieser bei der Radfahrausbildung sehr wichtig ist, zeigen verschiedene Studien. Demnach sind Kinder häufig nicht in der Lage, die abseits des Verkehrsraumes gelernten Regeln in der Praxis anzuwenden. Kinder lernen Regeln besser, wenn sie damit Erfahrungen aus dem Wohn- und Schulumfeld verbinden.

3. Langfristige Radfahrförderung: Bekanntlich macht Übung den Meister - in diesem Sinne sollte das Fahrrad(fahren) auch nach der Radfahrausbildung zum Schulalltag gehören.