Rennrad

© Scott

Der Einsatzzweck von Rennrädern für Kinder und Jugendliche beschränkt sich auf das sportliche Fahren von Touren und auf das Radsporttraining. Für andere Aufgaben ist ein Rennrad nur mäßig geeignet, denn Bordsteine und Feldwege bekommen ihm nicht gut. Außerdem lockt es immer wieder Langfinger an, sodass man es am besten fährt oder sicher verstaut. Auch als Vehikel für den Schulweg und für die Nachmittagstour mit Freunden ist ein Rennrad nur begrenzt geeignet, denn bei ruppiger Behandlung sinkt die Lebensdauer des Rades.

Schaltungen und Bremsen

Bei den Schaltungen finden sich beste Ausstattungsmerkmale neben gerade noch passablen Komponenten. Der absolute „Billigsektor“ ist bei Rennrädern jedoch kaum zu finden, denn Qualität ist in diesem Segment aus Sicherheitsgründen absolut notwendig. Dennoch bieten Discounter und Sportartikelketten seit einigen Jahren Modelle für weniger als 400 Euro an. Ein Rennrad dieser Preiskategorie ist zum einen meist sehr schwer und reicht in Funktionalität und Haltbarkeit nicht annähernd an die einfachen Modelle der Markenhersteller ab 600 Euro heran. Shimano, SRAM und Campagnolo heißen die Komponentenhersteller mit ihren Topkomponentengruppen Dura Ace, Red und Record. Es werden in der Regel 14 bis 20 oder 21 bis 30 Gänge gefahren, je nachdem ob ein Zweifach- oder Dreifach-Kettenblatt montiert ist. Alle drei Hersteller bieten das Zehnfach-Ritzelpaket an, Campagnolo im Topbereich sogar das Elffach-Ritzelpaket. Wer nicht ganz so fit ist wie Lance Armstrong, tut sich mit einem Dreifach-Kettenblatt vorne einen großen Gefallen, denn längere Steigungen werden so nicht zur Schiebepassage. Das gilt besonders für Kinder. Es finden sich ausschließlich Felgenbremsen, die durchgängig sehr gut verzögern.

Komfort

Auf Komfort legen Radprofis zwar Wert, die Unterschiede zwischen komfortabel oder nicht komfortabel im Profibereich lassen sich von erwachsenen Anfängern jedoch nur mit unbequem bis schmerzhaft titulieren. Kinder und Jugendliche sind hier zwar etwas weniger empfindlich, klagen aber bei zu tiefem Lenker oder zu großer Sitzlänge schnell über Nackenschmerzen. Den Komfort verbessern kann man mit 25 oder 28 Millimeter breiten Reifen (z. B. Schwalbe Durano), einer Federsattelstütze, ggf. einer Federgabel und einem kurzen nach oben zeigenden Vorbau sowie einem Gelsattel. Wichtig ist eine nicht zu große Höhendifferenz zwischen Sattel und Lenker (maximal zwölf Zentimeter) und ein einigermaßen passender Rahmen.

Rennrad in Kürze

  • Einsatzbereich: sportliche Touren, Training, Asphaltradweg
  • Merkmale: sportliche Sitzposition, schmaler, harter Sattel, schmale Reifen, 14-30 Gänge, Rennlenker, keine Schutzbleche, keine Beleuchtungsanlage, ggf. Federsattelstütze, 28-Zoll- Räder
  • Gewicht: relevantes Merkmal (7-12 kg)