Klimawandel

© pixelio/P. Cebulla

Das Klima hat sich schon immer verändert. In den letzten 10.000 Jahren blieb es jedoch über längere Zeiträume relativ stabil. Seit Beginn der Industrialisierung, so haben Studien ergeben, ist die globale Durchschnittstemperatur um 0,7 Grad Celsius angestiegen.

In einigen Regionen, wie zum Beispiel in der Arktis, fallen die Temperaturveränderungen jedoch deutlich höher aus. Dadurch werden viele Lebensprozesse entscheidend beeinflusst: Beispielsweise erhöht sich die Temperatur der Ozeane, was einen direkten Einfluss auf das weltweite Wettergeschehen und die Meeresbiologie hat. Die Zunahme schwerer Wirbelstürme wird darauf ebenso zurückgeführt wie das häufigere Auftreten von Überschwemmungen und langen Dürreperioden in Teilen der Welt. Die mit diesen Klimaveränderungen verbundenen ökologischen, ökonomischen und sozialen Folgen machen den Klimawandel zu einer ernsthaften globalen Bedrohung.

Für die globale Erwärmung wird die zunehmende Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre verantwortlich gemacht. Das mengenmäßig bedeutendste Treibhausgas ist das Kohlendioxid (CO2). Daneben sind aber auch Methan (CH4) oder Stickoxide wie Distickstoffmonoxid (das sogenannte Lachgas, N2O) in der Erdatmosphäre sehr klimawirksam. Kohlendioxid wird bei der Verbrennung fossiler Energieträger wie Erdöl, Erdgas oder Kohle freigesetzt und somit vorwiegend von Haushalten, der Industrie und dem Verkehr erzeugt.

In Deutschland wurden im Jahr 2007 allein im Straßenverkehr 144 Millionen Tonnen CO2 ausgestoßen, das sind 15 Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen Deutschlands. Mit über 100 Millionen Tonnen CO2 stammen fast 70 Prozent der Emissionen des Straßenverkehrs aus den Motoren von Pkws (s. RADschlag-Empfehlungen am Ende der Seite).

Während die CO2-Emissionen der Energiewirtschaft und der Industrie seit 1990 deutlich zurückgehen, nahmen sie im Verkehr nur sehr geringfügig ab. Maßgeblich hierfür ist die große Menge an Kraftfahrzeugen auf unseren Straßen.

Neben den genannten Treibhausgasen haben jüngste Untersuchungen ergeben, dass auch die von Dieselfahrzeugen ausgestoßenen Rußpartikel nicht nur gesundheitsschädlich sind, sondern auch eine deutliche Klimawirksamkeit besitzen. In der Luft und auf dem Boden absorbieren die Partikel das Sonnenlicht und tragen so zur direkten Erwärmung der unmittelbaren Umgebung bei (s. RADschlag-Empfehlungen am Ende der Seite). Besonders dramatisch sind die Folgen in der Arktis. Die mit den Luftströmungen auf den Schnee gelangten Rußpartikel beschleunigen das Abschmelzen des Eises.

Der individuelle Beitrag zum Ausstoß dieses Treibhausgases – u. a. im Bereich der Mobilität – lässt sich mit dem CO2-Rechner des Umweltbundesamtes ermitteln.

Klimaschutzfaktor Fahrrad

Radfahren – aber auch das Zu-Fuß-Gehen oder die Benutzung von Kickboards, Rollern und Inlinern – sind noch vor Bus und Bahn die energiesparendsten, saubersten und leisesten Formen der Fortbewegung. Jeder Kilometer Autofahrt, der durch Radfahren ersetzt wird, schont die Umwelt. In Deutschland werden aber erst zehn Prozent aller Wege mit dem Fahrrad zurückgelegt, dagegen 58 Prozent mit dem Pkw oder dem Motorrad. Knapp die Hälfte dieser Strecken sind kürzer als sechs Kilometer, ein knappes Viertel sogar kürzer als zwei Kilometer. Dies sind ideale Distanzen zum Fahrradfahren.

RADschlag-Empfehlungen zu diesem Thema mit Bewertungsfunktion:

03.06.10

Globaler Klimawandel. Klimawandel und Treibhauseffekt (vzbv)

In der Publikation der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) werden der durch Menschen verursachte Treibhauseffekt und seine Folgen anhand konkreter Beispiele leicht verständlich erläutert.

Hier geht es zur Broschüre (pdf, 2,94 mb).

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29.10.09

Verbraucher für den Klimaschutz (vzbv)

Verbraucher können viel für den Klimaschutz tun. Unter dem Motto »für mich. für dich. fürs klima.« gibt ein breites Netzwerk aus Verbraucherverbänden hierzu umfassende Tipps. Beispielsweise berät der VCD Verbraucher in allen Fragen rund um eine klimaverträgliche Mobilität.

Hier geht es zur Broschüre (pdf, 1 mb).

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23.09.09

Rußfrei für's Klima (VCD, DUH u. a.)

In diesem Hintergrundpapier wird erläutert, wie Rußpartikel des Verkehrs zum Treibhauseffekt beitragen. Daraus werden Forderungen an die Politik abgeleitet.

Hier geht's zum Hintergrundpapier (pdf, 1,4 mb).

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23.09.09

Klimawandel und Verkehr (VCD)

Nach einer kurzen Einführung in die Problematik des Treibhauseffekts werden die diesbezüglichen Auswirkungen einzelner Verkehrsmittel vorgestellt und Maßnahmen zugunsten eines klimaschonenden Verkehrs erläutert.

Hier geht's zur Broschüre (pdf, 1 mb).

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