Kindersitze

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Kindersitze für das Fahrrad der Eltern sind praktisch und meist eine preiswerte Alternative zum Fahrradanhänger. Sie bieten sich für Kinder an, die schon sicher und stabil sitzen können. Das ist normalerweise ab etwa 8 Monaten der Fall. 

Beim Kauf sollte man ein Modell mit einem Schalensitz und hoher Rückenlehne wählen. Es sollte über eine Kopfstütze, ein Hosenträger-Gurtsystem und verstellbare Fußstützen verfügen, damit der Sitz optimal an das Kind angepasst werden kann.

Es gibt drei Möglichkeiten, Kindersitze zu befestigen: vor dem Lenker, zwischen Lenker und Sattel und über dem Gepäckträger. Kindersitze, die vorn montiert werden, dürfen mit höchstens 15 Kilogramm Gewicht belastet werden. Der Sitz wird am Steuerrohr montiert. Vorteil eines solchen Sitzes ist der direkte Kontakt mit dem Kind: Es ist im Blickfeld und kann - je nach Sitz - selbst in Fahrtrichtung schauen. Allerdings beeinträchtigen Sitze vor dem Lenker die Fahrstabilität. Dies gilt nicht für Sitze zwischen Lenker und Sattel. Aber hier kann die Radfahrposition sehr beengt sein.

Bei der Montage eines Sitzes auf dem Gepäckträger kann das Kind bis zu 25 Kilogramm wiegen. Gepäckträgersitze sind insofern sicherer, als dass das Kind bei einem Frontalunfall durch den Körper der vor ihm sitzenden Person geschützt ist. Zudem hat das Kind mehr Bewegungsfreiheit und die Sicht beim Fahren wird nicht behindert.

Grundsätzlich sollte man beim Kauf auf die europäische Norm EN 14344 achten. Sie gewährleistet zeitgemäße Sicherheit. Wer den Sitz auf mehreren Rädern nutzen will, sollte sich beim Kauf schon einen weiteren Adapter zulegen. So kann das Kind bei Papa oder Mama mitfahren.