Blaues Blinklicht und gelbes Blinklicht

Blaues Blinklicht ordnet zusammen mit dem Einsatzhorn an, dass alle anderen Verkehrsteilnehmer sofort freie Bahn zu schaffen haben. Dies gilt nicht nur für Kraftfahrzeuge, sondern auch für Fußgänger und Radfahrer. Das Einsatzfahrzeug bleibt zwar grundsätzlich an die Verkehrsregeln gebunden, andere Verkehrsteilnehmer, die sofort freie Bahn zu schaffen haben, dürfen ihren Vortritt, z.B. durch grüne Ampel oder durch ein Vorfahrtsrecht nicht wahrnehmen.

Dieses Vorrecht des Einsatzfahrzeuges wird aber nur dann gewährt, wenn blaues Blinklicht zusammen mit dem Einsatzhorn eingeschaltet ist. Fährt ein Einsatzwagen beispielsweise nur mit Blaulicht und ohne Einsatzhorn über eine rote Ampel, haftet der Halter voll bei einem Zusammenstoß mit einem anderen Fahrzeug, das grün hatte. Die Verkehrsteilnehmer müssen nicht damit rechnen, dass ein Einsatzfahrzeug, welches nur das blaue Blinklicht eingeschaltet hat, bei rot die Kreuzung befahren wird. Allerdings mahnt es zu erhöhter Vorsicht.

„Gelbes Blinklicht warnt vor Gefahren. Es kann ortsfest oder von Fahrzeugen aus verwendet werden.“ (§ 38 StVO) Die Verwendung von Fahrzeugen aus ist nur zulässig, um vor Arbeits- oder Unfallstellen, sehr langsam fahrenden Fahrzeugen und vor Fahrzeugen mit ungewöhnlicher Breite oder Länge oder mit ungewöhnlich langer oder breiter Ladung zu warnen.