Sonstige Pflichten

§ 23 StVO beschreibt eine Vielzahl von Pflichten. „Der Radfahrer ist dafür verantwortlich, dass seine Sicht und das Gehör nicht durch die Besetzung, Tiere, Ladung, Geräte oder den Zustand des Fahrzeugs beeinträchtigt wird.“

Das Gehör darf nicht beeinträchtigt werden. Eine überlaute Benutzung von Kopfhörern schafft eine künstliche Schwerhörigkeit und beeinträchtigt die Verkehrssicherheit. Radfahrer mit Kopfhörern verstoßen demnach gegen § 23 StVO, sobald die Lautstärke des Gerätes die akustische Wahrnehmung nicht nur ganz unwesentlich beeinträchtigt.

Vor Fahrtantritt muss sich der Radfahrer im Rahmen des ihm Möglichen und Zumutbaren von der Verkehrssicherheit seines Fahrrades überzeugen. Die vorgeschrieben Beleuchtungseinrichtungen müssen auch am Tage vorhanden und betriebsbereit sein. „Unterwegsmängel“, die während der Fahrt auftreten und die Verkehrssicherheit wesentlich beeinträchtigen, sind sofort zu beseitigen. Kann der Radfahrer einen die Verkehrssicherheit wesentlich beeinträchtigenden Mangel nicht sofort beheben, muss er sein Rad schieben.

Nach Absatz 1a) gilt das Handy-Verbot auch für Radfahrer. Telefonieren während der Fahrt ist verboten, wenn der Radfahrer das Telefon aufnimmt oder hält. Es ist aber nicht nur das Telefonieren, sondern auch „Vor- und Nachbereitungshandlungen“ verboten. Der Begriff der Benutzung wird sehr weit ausgelegt. Das Verbot gilt für alle Handhabungen bei der Bedienung des Gerätes, zu denen das Gerät aufgenommen oder gehalten wird. Erlaubt ist aber das Telefonieren mit einer Freisprecheinrichtung. Hat man keine Freisprecheinrichtung, darf man das Handy nur bedienen, wenn man steht.

Nach Absatz 3 dürfen sich Radfahrer nicht an Fahrzeuge hängen und auch nicht freihändig fahren.