Fahrbahnbenutzung

Nach § 2 der StVO müssen Fahrzeuge, also auch Fahrräder, die Fahrbahn benutzen, wobei möglichst weit rechts zu fahren ist. Radfahren auf Gehwegen stellt einen groben Verkehrsverstoß dar. Dies kann im Falle eines Unfalls dazu führen, dass sich die Betriebsgefahr eines Fahrzeuges nicht auswirkt und der Fahrradfahrer den entstandenen Schaden vollumfänglich auszugleichen hat. Selbst ein mögliches leichtes Verschulden des aus einer Grundstücksausfahrt ausfahrenden Kraftfahrers tritt gegenüber dem grob verkehrswidrigen Verhalten des Radfahrers vollständig mit der Folge zurück, dass der Radfahrer selbst für den eingetretenen Schaden haftet (LG Dessau, Urteil vom 19. 8. 2005 - 1 S 79/05).

Mehr Informationen im Urteil "Radfahrer auf Fußgängerfurt" (pdf, 120 kb)