Didaktische Hinweise

Stationsbetrieb

Im Gruppentraining stellt ein Üben im Stationsbetrieb die wohl sinnvollste Organisationsform dar. Dabei ist es empfehlenswert, je nach Übungsgruppengröße ein bis zwei, maximal aber drei Teilnehmer gleichzeitig an einer Lernstation zu beschäftigen, damit die aktive Bewegungszeit aller Kinder und Jugendlichen möglichst hoch ausfällt. Für einen reibungslosen Ablauf sollte jeder Lernstationswechsel vom Übungsleiter angesagt und in vorher festgelegter Reihenfolge absolviert werden. Zudem ist es ratsam, im Vorfeld alle Lernstationen mit den Übenden zu besprechen, sie selbst einmal vorzufahren und auf mögliche Gefahrenquellen aufmerksam zu machen.

Hilfestellung

Um das Sturz- und damit Verletzungsrisiko möglichst gering zu halten, ist es ratsam, dass einige Stationen von den Übenden zunächst ausschließlich mit Sicherheits- bzw. Hilfestellung befahren werden. Dabei sollten am besten zwei Helfer den Übenden bei seiner Fahrt über das jeweilige Parcourselement rechts und links begleiten. Es sollte darauf geachtet werden, dass diese nah am Übenden stehen, um im Falle des Falles schnell reagieren zu können. Im Allgemeinen stellt der Griff an Steuer- und Sattelrohr die beste Variante der Hilfestellung dar. Vermieden werden sollte hingegen der Griff an den Lenker, da dieser den Übenden erst recht aus der Balance bringt.
Folgende Lernstationen sollten zunächst mit Hilfestellung absolviert werden:
- Treppe
- Bodenwelle
- Brücke
- Wippe
- Northshore

Geschicklichkeitswettbewerb

Nach einer gewissen Übungsphase bietet es sich an, einen Geschicklichkeits-wettbewerb zu veranstalten. Dieser lässt sich sowohl als Einzel- als auch als Mannschaftswettkampf durchführen. Die Wertung kann dabei entweder aus-schließlich nach (Fehler-)Punkten oder zusätzlich nach Zeit vorgenommen werden. Beide Parameter (Genauigkeit und Zeit) sind sowohl beim Radfahren im Straßenverkehr, wie zum Beispiel während des Abbiegevorganges, als auch im Wettkampfgeschehen von enormer Bedeutung.

Übungsfläche

Die Übungsfläche sollte frei von größerem Gefälle sein und eine möglichst ebene Fahroberfläche aufweisen. In den meisten Fällen wird der Parcoursaufbau somit auf einem Schulhof, einem gesperrten Parkplatz oder einer sonstigen asphaltierten, autofreien Fläche stattfinden können, aber auch ein Aschenplatz oder eine größere Wiese sind unter obigen Voraussetzungen gute Alternativen. Letztere besitzt sogar den Vorteil, dass die Übenden im Falle eines Sturzes weniger Schürfwunden davontragen werden als auf Asche oder Asphalt.