Fahrradhelm und Kita

Ein Helm kann natürlich keinen Schutz vor Unfällen bieten, aber er dämpft beim Sturz auf den Kopf den Aufprall und verhindert oder vermindert die Schwere von Kopfverletzungen.

In der Kita wird die Nutzung von Helmen allerdings kontrovers diskutiert. Einerseits sind auf Klettergerüsten Helme teilweise verboten, da Kinder mit den Riemen hängen bleiben können. Außerdem können sie beim Durchlaufen von Hindernissen mit dem Helm anstoßen und sich verletzen. Auf der anderen Seite ist der Helm gerade bei allen Rad- und Rollbewegungen grundsätzlich empfehlenswert, um schwere Kopfverletzungen zu verhindern, die sich Kinder trotz geringer Geschwindigkeiten und niedriger Fallhöhe beim Fahren mit Laufrad, Roller und Co zuziehen können. RADschlag empfiehlt daher, spezielle Rad- und Rollerangebote wie Ausflüge oder Parcours mit Helm durchzuführen. Bei den normalen kindbestimmten Wechselaktivitäten sind Helme zu vermeiden, um Gefährdungen an Gerüsten zu umgehen.

Für Ausflüge bietet es sich an, dass die Kita - analog zum Kita-Fuhrpark - auch über eine gewisse Anzahl an eigenen Helmen verfügt. Die wichtigsten Tipps zum Kauf und der Anpassung sind in der RADschlag-Checkliste Helm (s. Empfehlungen am Ende der Seite) zusammengefasst.

Helm anpassen

Ein lose sitzender Helm büßt nicht nur einen Großteil seiner Schutzfunktion ein, sondern birgt neue Verletzungsrisiken. Deshalb müssen die Riemen des Helms genau eingestellt werden können. Sie dürfen nicht locker sitzen, denn sonst rutscht der Helm bei einem Sturz sofort vom Kopf. Besonders der vordere Riemen muss flach am Kopf anliegen, damit der Helm nicht vom Kopf gezogen werden und sich der Riemen nicht verfangen kann. Der richtige Sitz des Helms wird am besten direkt auf dem Kopf eingestellt und zwar bevor es mit Ausflügen oder mit dem Rollerparcours losgeht.

Ideen für die spielerische Annäherung an den Helm finden sich im Bereich Spielideen.

Alter und Schäden

Generell sollte ein Helm – je nach Einsatzintensität – nach fünf bis sieben Jahren ausgetauscht werden. Unbedingt ausgetauscht werden muss ein Helm bei offensichtlichen Schäden und nach einem Sturz auf den Kopf, denn durch den Aufprall entstehen Mikrorisse in der Schale, die man mit bloßem Auge nicht erkennen kann. Aufgrund dieser Beschädigungen kann der Helm bei einem erneuten Sturz die Aufprallenergie nicht mehr durch die Schale absorbieren, sondern gibt sie direkt an den Kopf weiter.

Der Helm muss jedoch nur nach schweren Stürzen ausgetauscht werden. Bei Kinderhelmen kommt es durch den ruppigen Umgang mit dem Helm zu vielen kleinen Kratzern und Schrammen, die für die Sicherheit aber unerheblich sind.

Ungüstig wirkt sich zu viel direkte Sonneneinstrahlung auf dem Helm aus, daher sollten die Helme in der Kita möglichst nicht an Sonnenplätzchen gelagert werden.

RADschlag-Empfehlungen zu diesem Thema mit Bewertungsfunktion:

02.10.09

RADschlag-Checkliste Helm

Tipps zu Ausstattungsmerkmalen und Anpassung des Fahrradhelms.

Hier geht es zur RADschlag-Checkliste (pdf, 91 kb).

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02.10.09

Ein Helm muss richtig sitzen (Verkehrswacht)

Viele Helme werden falsch getragen und können so nicht den vollen Schutz bieten. Der Artikel gibt eine Anleitung zum richtigen Einstellen und Tragen des Helms (mit Abbildungen!).

Hier geht es zum Artikel des Verkehrswacht Medien und Service-Centers (pdf, 195,40 kb).

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