Planung und Vorbereitung

Durch eine gute Planung und Vorbereitung der Kinder auf den Ausflug sind die besten Voraussetzungen für einen gelungenen Ausflug der "rollenden Kita" geschaffen.

© Barbara Unterberger/piqs.de
  • Auswahl des Ausflugszieles: Als Ziele bieten sich verkehrsarme Orte oder Plätze an, an denen die Kinder Wettrennen oder verschiedene Fahrübungen (z.B. Slalomfahren) machen können. Aber auch Orte in der Natur, wo die Kinder ungestört spielen können - eine Wiese, ein Strand am Fluss - bieten sich an.
  • Auswahl der Route: Die Strecke muss von der Gruppe in 15 bis maximal 30 Minuten zu bewältigen sein. Das langsamste Rollgerät gilt als Maßstab. Optimal sind verkehrsarme Wohngebietsstraßen mit breiten Bürgersteigen. Wo wird gerollt? Die Straßenverkehrsordnung (StVO) besagt, dass sowohl Kinderräder als auch Laufräder und Roller als Spielgeräte einzustufen sind. Das bedeutet für den Ausflug der „rollenden Kita“, dass sich die Kinder mit ihren Rollgeräten nur auf dem Gehweg oder in ausgeschilderten Spielstraßen bewegen dürfen. Dies sollte bei der Streckenplanung berücksichtigt werden.
  • Wege abgehen: Vor allem für nicht-ortskundige Erzieherinnen und Erzieher ist es sinnvoll, die Strecke vorher - gegebenenfalls mit Stadtplan - abzugehen, um mögliche Gefahrenpunkte zu erkennen und dafür alternative Strecken ausfindig zu machen.
  • Übung macht den Meister: Mithilfe eines Rad- und Rollparcours auf dem Kita-Gelände im Vorfeld des Ausflugs können die Kinder sich im Rad-, Laufrad- und Rollerfahren üben (s. Empfehlungen am Ende der Seite). Bestandteil hiervon sollten gezielte Gleichgewichts- und Bremsübungen sein. Ein Parcours hilft auch, die auf dem Rad oder dem Roller schwächeren und damit im Verkehr besonders gefährdeten Kinder zu identifizieren. Diese sollten im Parcours verstärkt geschult werden und beim Ausflug direkt hinter einem Erzieher fahren.
  • Gruppengröße: Ideal sind sieben bis zehn Kinder, die von mindestens zwei Erzieherinnen oder Erziehern betreut werden.
  • Einbindung der Eltern: Es empfiehlt sich, über den Ausflug auf einem Elternabend zu informieren. Gleichzeitig können über die Veranstaltung erwachsene Begleiter gewonnen werden.
  • Begleitung: Die begleitenden Erwachsenen sollten möglichst nicht mit Fahrrädern fahren, sondern idealerweise auf Rollern. Das ermöglicht ein schnelleres Absteigen und ggf. Eingreifen.
  • Rad, Roller und Co: Für alle Kinder und teilnehmenden Erwachsenen müssen Rollgeräte bereitstehen. Falls der Fuhrpark der Kita und die Rollgeräte der Kinder nicht ausreichen, kann beim lokalen Fahrradhandel hinsichtlich eines Verleihs angefragt werden.
  • Helm: Aus Sicherheitsgründen ist eine Helmpflicht für alle Teilnehmer zu empfehlen. Für Kinder, die keinen Helm besitzen, sind Reservehelme zu besorgen.
  • Rollgerätecheck: Vor Fahrtantritt sollten die Rollgeräte einer kurzen technischen Überprüfung unterzogen werden. Lockere Teile sollten befestigt und scharfkantige Anbauteile umklebt werden. Außerdem ist der Luftdruck der Reifen zu prüfen.
  • Weiter und schwerer: Sinnvoll ist es, mit der gleichen Gruppe im zeitlichen Abstand mehrere Ausflüge zu verschiedenen Zielen machen. Dabei kann der Schwierigkeitsgrad hinsichtlich der Länge der Route aber auch der Anforderungen des Geländes (Steigungen, Gefälle, verschiedene Bodenbeläge etc.) gesteigert werden, um so die Ausdauer, die Muskelkraft und die Sicherheit im Straßenverkehr zu fördern.

Gruppen- und Verkehrsregeln

Der geplante Ausflug sollte vorab mit den Kindern besprochen werden. Er ist ein guter Anlass, um die wichtigsten Verkehrsregeln und -schilder zu lernen und mit Hilfe von Spiel- und Projektideen zum Thema Verkehrssicherheit mit der Mobilitätserziehung zu beginnen.

So können zum Beispiel Fotos von Verkehrsschildern und Situationen im Straßenverkehr im Stuhlkreis besprochen werden. Die Fotos können die Kinder auch selbst auf einer Fotosafari zu Fuß machen. Weitere Ideen für die Umsetzung befinden sich in den RADschlag-Empfehlungen am Ende der Seite.

Ferner ist es wichtig, dass sich die Gruppe auf Verhaltensregeln zum gemeinsamen Fahren einigt. Diese sollten gemeinsam mit den Kindern erarbeitet und formuliert werden. Darüber lernen Kinder die Bedeutung und Wichtigkeit von Regeln kennen und üben sich darin, diese einzuhalten. Die Praxistipps für unterwegs beinhalten RADschlag-Empfehlungen für Gruppenregeln.

Rechtstipps für die Kita

RADschlag-Rechtstipps für die Kita geben Auskünfte über ...

  • Bestimmungen hinsichtlich der Anzahl der Erzieher/Erwachsenen, die Ausflüge begleiten müssen, 
  • die rechtlichen Vorgaben hinsichtlich des Alters und der Teilnahme an Ausflügen mit Rad und Roller,
  • die Elterneinwilligung,
  • den Versicherungsschutz,
  • das Fahren in der Gruppe sowie
  • zu weiteren Rechtsfragen.

RADschlag-Empfehlungen zu diesem Thema mit Bewertungsfunktion:

19.10.10

RADschlag-Roller- und -Laufradcheck

Mithilfe des RADschlag-Roller- und Laufradchecks können Kinder mit Unterstützung von Erwachsenen prüfen, ob ihre Rollgeräte startklar sind. Sie lernen darüber auch die einzelnen Bauteile kennen.

Hier geht es zum RADschlag-Rollercheck (pdf, 404kb).
Hier geht es zum RADschlag-Laufradcheck (pdf, 450kb).

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Nicht bewertet.
08.10.10

Verkehrszeichen Lern- und Malposter

Malposter (59 x 42 cm, Vorderseite farbig, Rückseite schwarz-weiß zum Ausmalen) mit dem die Verkehrszeichen und das richtige Verhalten im Straßenverkehr geübt werden können. In der Grundschule können die Kinder ergänzend dazu die Bedeutung der Verkehrszeichen dazu schrieben.

Hier geht es zu einer Bestellmöglichkeit des Lern- und Malposters.

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30.07.10

RADschlag-Projekt "Die Rollerbande"

Das Projekt besteht aus 10 Lerneinheiten, in denen die Kinder spielerisch an das Thema Roller herangeführt werden. Die Kinder können den Roller malen und besingen, bei kleineren Reparaturen tatkräftig anpacken, in einem Parcours ihr Geschick ausprobieren, erste Verkehrs- und Gruppenregeln kennenlernen, einen Rollerausflug machen und vieles mehr.

Hier geht es zur RADschlag-Projektidee "Die Rollerbande" (pdf, 1,67 mb).

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30.07.10

RADschlag-Bewegungsparcours

Im RADschlag-Bewegungsparcours können Kinder an zehn Stationen ihr Geschick unter Beweis stellen. Neben dem vorrangigen Ziel, die Kinder mit viel Spaß in Bewegung zu bringen, sollen die verschiedenen Stationen des Parcours das Gleichgewicht - als wichtige Voraussetzung u.a. für das Roller- und Fahrradfahren - der Kinder schulen. Damit bietet der Parcours Bewegungs-, Gesundheits- und Entwicklungsförderung in einem, und er stellt eine ideale Vorbereitung auf das Roller- und Radfahren dar.

Hier geht es zum RADschlag-Bewegungsparcours mit Beschreibungen der einzelnen Stationen, Tipps und einer Materialliste (pdf, 940 kb).

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30.07.10

RADschlag-Roller- und Fahrradparcours I

Der RADschlag-Roller- und Fahrradparcours vermittelt Kindern an 11 Stationen  Spaß an der Bewegung, es werden aber auch ihre Motorik, Aufmerksamkeit, taktil-kinästhetische Wahrnehmung, Koordinationsfähigkeit, Gleichgewichtsinn und ihr Reaktionsvermögen geschult. In der Broschüre werden Stationsideen und Materialisten vorgestellt.

Hier geht es zum RADschlag-Roller- und Fahrradparcours (pdf, 3,7 mb).

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