Sicher auf Tour

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Autoarme oder -freie Routen wählen

Radfahren an und für sich ist nicht gefährlich. Die Gefahr geht in der Regel von anderen Verkehrsteilnehmern aus. Kinder erschrecken leicht oder lassen sich durch äußere Reize ablenken. Daher sollte man mit kleineren Kindern und unsicheren Radlern eher schwach befahrene - oder wenn möglich - autofreie Straßen wählen. Geht es doch mal an einer viel befahrenen Straße lang oder durch eine unübersichtliche Innenstadt, sollten die ganz Kleinen in den Anhänger und die etwas Größeren per Mitnahmestange ans Erwachsenenrad. Wenn es gar nicht anders geht, müssen alle absteigen und schieben.

Nicht hetzen

Jedes Team ist nur so stark wie sein schwächster Teilnehmer. Daher ist wichtig, dass auch der Schwächste unter optimalen Bedingungen radeln kann. Das geht aber nur, wenn dieser nicht konstant unter Druck ist und hinter den anderen her hetzen muss.

Schutz vor Hitze, Kälte und Nässe 

Hitze, Kälte und Nässe sowie Erschöpfung mindern das Wohlbefinden und damit auch die Aufmerksamkeit – nicht nur bei Kindern. Daher sollte man diesbezüglich gut ausgerüstet und vorbereitet sein und ggf. auch so flexibel sein, die Tour abzubrechen.

Hitze: Im Sommer hat ein umfassender Sonnenschutz erste Priorität. Knappe Radlerbekleidung sieht zwar schick aus, setzt aber eine gut vorgebräunte und unempfindliche Haut voraus. Sonst gilt: Fahrradhelm und Halstuch bzw. Schirmmütze mit Nackenschutz, Fahrradhandschuhe, langärmliges leichtes Baumwollhemd, Hose bis übers Knie, alle unbedeckten Hautstellen mit Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor eincremen. Während der Mittagszeit am besten eine Schattenpause einlegen. Immer genug trinken. Die Trinkflasche am Kinderrad sollte stets gut gefüllt sein. Trinkpausen sind wichtig und zum Proviant gehört viel frisches Obst!

Kälte oder Nässe: Hat die Funktionskleidung oder der Regenschutz versagt und beginnen die Radfahrer auszukühlen, hat es keinen Sinn mehr, die Tour fortzusetzen. Ein Zwischenstopp zum Kleidertrocknen oder Füßeaufwärmen reicht manchmal schon aus. Danach geht es mit neuer Kraft weiter. Wenn nicht, sollte man die Tour besser abbrechen.

Erschöpfung: Gegen kleinere Tiefs helfen Pausen, Traubenzucker oder Schokoladenkekse. Wenn ein Kind jedoch wirklich am Rande der Erschöpfung ist, bleibt nur, die Tour abzubrechen, in den ÖPNV umzusteigen oder ein Quartier in der Nähe zu beziehen. Denn wer müde ist, fährt nicht sicher Fahrrad. Hat man bei den kleinen Kinder die Variante gewählt, dass der Anhänger mitfährt, können die Kinder in diesen umsteigen und das Fahrrad kommt in den "Anhängerkofferraum". 

Wartung: Fürs Radfahren im Alltag gilt: Alle Räder pro Jahr einmal vom Fachmann checken lassen. Auch vor der mehrtägigen Tour lohnt sich eine Inspektion, falls sich Schrauben gelockert haben, Bremsen abgefahren sind oder die Schaltung nicht richtig eingestellt ist.

Als Basis für die Fahrradüberprüfung stellt RADschlag die Anforderungen an ein verkehrssicheres Fahrrad dar und gibt Tipps für die Wartung.

Helm oder nicht?

Für viele eine Glaubensfrage. Das Radschlag-Team empfiehlt Eltern, Kinder mit Helm fahren zu lassen.