Karten und Radreiseführer

© Landesbetrieb Geoinformation u. Vermessung Hamburg

Eine gute Kartengrundlage sollte sich bei einer Radtour immer im Gepäck befinden. Da es sehr viele verschiedene Kartenausgaben gibt, sollte man vor der großen Tour „seine“ Karte auf kleineren Touren kennenlernen, um keine Interpretationsfehler zu machen. Im Folgenden werden zentrale Kartenanbieter vorgestellt:

  • Wer seine Tour gerne individuell plant, findet in Deutschland mit den Karten der Landesvermessungsämter im Maßstab 1:50.000 eine gute Planungsgrundlage. Dort sind neben kleinen, wenig befahrenen Straßen auch autofreie, befestigte Wald- und Feldwege eingezeichnet. Einzelne Landesvermessungsämter, so z.B. das baden-württembergische, bieten auch Radkarten an.
  • Gute Fahrradkarten und Radreiseführer zu den bekanntesten Fernradwegen gibt es von der Bielefelder Verlagsanstalt BVA . Die Fahrradkarten in den Maßstäben 1:150.000, 1:75.000 und 1:50.000 sind in Zusammenarbeit mit dem ADFC entstanden. Als praktische Kombination zwischen Karte und Reiseführer gibt es die „Spiralo“-Serie mit Ausgaben zu fast allen schönen Radregionen und Themenradwegen in Deutschland. In der Reihe „Die schönsten Radfernwege“ finden sich Routenführer zu den Flussradwegen entlang der Altmühl, Mosel, Weser und Elbe. 
  • Ein praktisches Querformat und viele wichtige Informationen bieten die Bikeline-Radtourenbücher aus dem Esterbauer-Verlag. Alle wichtigen Radfernwege sind im Programm zu finden, außerdem spannende Sonderausgaben wie zum Beispiel ein Radtourenbuch zum Mauerradweg oder entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs von Finnland bis nach Griechenland. Einziger Nachteil: Durch das schmale, der Radwegeführung angepasste Format erlauben die Karten kaum Abweichungen von der Hauptstrecke. 
  • Radwanderkarten und Radwanderführer für viele interessante europäische Radfernwege gibt es ebenfalls im österreichischen Kompass-Verlag. Maßstab ist in der Regel 1:125.000. 
  • Auch im Bruckmann-Verlag gibt es mehrere Radreiseführer, die besonderes Augenmerk auf familiengeeignete Touren und Gegenden legen.

Radfahren nach GPS

Wer beim Kartenlesen eher unsicher ist oder das technische Hilfsmittel als zusätzliche Motivation einsetzen möchte, kann die gewünschte Route auf ein GPS-Gerät hochladen und sich unterwegs - ohne störende Unterbrechung durchs Kartenlesen - vom Navigationsgerät führen lassen. Downloadbare Strecken, so genannte Tracks gibt es im Internet auf einschlägigen GPS-Seiten (z.B. www.gpsies.com), beim ADFC oder direkt auf den Seiten der Fremdenverkehrsbüros.

Der Einsatz eines Navigationsgeräts ersetzt allerdings nicht die Routenplanung. Übrigends kann man Strecken auch zu Hause, bequem am PC planen und abklicken. Wer sich unterwegs aufs GPS-Gerät verlassen und nicht unangenehme Überraschungen erleben möchte, sollte sich vorher ausgiebig mit der Streckenwahl auseinandersetzen, Höhenprofile sowie die Auswahl der Wege prüfen und darauf achten, dass die Route auch für Kinder im entsprechenden Alter geeignet ist.

RADschlag-Empfehlungen zu diesem Thema mit Bewertungsfunktion:

27.05.10

Ausflugsführer "Freizeit mit Kindern" (Peter Meyer Verlag)

Bei der Reihe "Freizeit mit Kindern" aus dem Peter Meyer Verlag handelt es sich zwar um keinen primären Radreiseführer, die Ausflugsführer für Familien enthalten aber viele Ideen für Aktivitäten bei jedem Wetter und für jedes Alter - so auch zum gemeinsamen Radfahren.

Hier geht es zum Verlagesangebot.

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27.05.10

Planung von Radtouren mit Kindern (Fahrradbibliothek Dresden)

Auf der Internetseite der Fahrradbibliothek Dresden findet sich eine Literaturübersicht zum Thema Radreisen mit Kindern.

Hier geht es zur Literaturübersicht.

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