Beleuchtung

„Während der Dämmerung, bei Dunkelheit oder wenn die Sichtverhältnisse es sonst erfordern, sind die vorgeschriebenen Beleuchtungseinrichtungen zu benutzen. Die Beleuchtungseinrichtungen dürfen nicht verdeckt oder verschmutzt sein.“ (§ 17 StVO)

Lichttechnische Einrichtungen an Fahrrädern

Gemäß § 67 Abs. 3 StVZO müssen Fahrräder mit einem nach vorn wirkenden Scheinwerfer für weißes Licht ausgerüstet sein. Dabei muss der Lichtkegel so geneigt sein, dass seine Mitte in 5 Meter Entfernung vor dem Scheinwerfer nur halb so hoch liegt wie bei seinem Austritt aus dem Scheinwerfer. Der Scheinwerfer muss am Fahrrad so angebracht sein, dass er sich nicht unbeabsichtigt verstellen kann.

An der Rückseite muss eine Schlussleuchte für rotes Licht angebracht sein, deren niedrigster Punkt der leuchtenden Fläche sich nicht weniger als 250 mm über der Fahrbahn befindet. Des Weiteren muss die Rückseite mit mindestens einem roten Rückstrahler ausgestattet sein, dessen höchster Punkt sich nicht höher als 600 mm über der Fahrbahn befindet und mit einem mit dem Buchstaben „Z“ gekennzeichneten roten Großflächen-Rückstrahler.

Für den Betrieb des Scheinwerfers und der Schlussleuchte müssen Fahrräder mit einer Lichtmaschine ausgerüstet sein, deren Nennleistung mindestens 3 W und deren Nennspannung 6 V beträgt. Für den Betrieb von Scheinwerfer und Schlussleuchte darf zusätzlich eine Batterie mit einer Nennspannung von 6 V verwendet werden. Allerdings dürfen sich die beiden Betriebsarten nicht beeinflussen.

Scheinwerfer und Schlussleuchte dürfen nur zusammen einschaltbar sein. Zulässig ist auch die selbsttätige Schaltung, die bei geringer Geschwindigkeit von Lichtmaschinenbetrieb auf Batteriebetrieb umschaltet. Zusätzlich darf an der Rückseite des Fahrrades eine auch im Stand wirkende Schlussleuchte für rotes Licht angebracht sein, die jedoch unabhängig von den übrigen Beleuchtungseinrichtungen einschaltbar ist. Da die Lichtintensität drehzahlabhängig ist, führt dies zu einer Erhöhung der Sicherheit.

In den Scheinwerfern und Leuchten dürfen nur die nach ihrer Bauart dafür bestimmten Glühlampen verwendet werden.

Die Fahrradpedale müssen mit nach vorn und nach hinten wirkenden gelben Rückstrahlern versehen sein.

Auch die seitliche Kennzeichnung ist für die Sicherheit wichtig. Die Längsseiten müssen nach jeder Seite mit mindestens zwei um 180 Grad versetzt angebrachten Speichenrückstrahlern am Vorder- und Hinterrad ausgestattet sein. Ringförmig zusammenhängende retroreflektierende weiße Streifen an den Reifen oder in den Speichen sind ebenfalls zulässig.

Sonderregelung für Rennräder mit einem Gewicht bis 11 kg:

„Für den Betrieb von Scheinwerfer und Schlussleuchte brauchen anstelle der Lichtmaschine nur Batterien mitgeführt zu werden. Scheinwerfer und Schlussleuchte brauchen nicht fest angebracht zu sein, sind jedoch mitzuführen.“ Sie müssen nicht zusammen einschaltbar sein und es dürfen auch Lampen niedrigerer Nennspannung eingesetzt werden. Rennräder sind für die Dauer der Teilnahme an Rennen von dieser Vorschrift befreit und benötigen keine Beleuchtung.


Mehr Informationen im Urteil "Beleuchtung" (pdf,  120 kb)