Radfahren ist auch ein guter Fitnesstrainer für Erwachsene, weil es eine ideale Kombination aus optimalem Trainingseffekt und geringem Verletzungs- oder Schädigungsrisiko bietet. Beim Radfahren trägt man nicht sein eigenes Körpergewicht und Gelenkprobleme treten bei dieser Bewegungsform nur sehr selten auf. Wer regelmäßig mit dem Rad trai­niert, nimmt bei angepasster Ernährung langfristig, dauerhaft und gesund ab, denn der Stoffwechsel wird aktiviert und optimiert.

Das Herz-Kreislauf-System erhält durch Radfahren einen sanften – und wenn gewünscht auch sehr starken – Trainingsreiz, sofern man nicht nur auf dem Sattel sitzt oder ausschließlich Schrittgeschwindigkeit fährt. Wer mit zügiger Trittfrequenz auf seinem Rad trainiert, tut etwas für sein Herz und zwar ohne dass der Blutdruck stark ansteigt. Ein größeres Sportlerherz bekommt man zwar erst nach vielen Trainingsjahren, aber das Herz passt sich bereits bei Trainingsbeginn funktional an: Es pumpt effizienter und hat längere Erholungspausen zwischen den Schlägen. Außerdem werden Muskulatur und Organe besser durchblutet und der Blutdruck wird reguliert. Kurzum: Herz und Kreislauf werden durch Radfahren wesentlich leistungsfähiger und sie arbeiten in Ruhe viel schonender.

Wahrnehmungs- und Koordinationsfähigkeit schulen

Die komplexen motorischen Anforderungen des Roller- und Radfahrens schulen die verschiedenen Formen der Wahrnehmung und die Koordinationsfähigkeit von Kindern. Radfahren ist demnach eine gute Vorbereitung für andere Sportarten.

Infekte stoppen

Bewegung an der frischen Luft erhöht die Leistungsfähigkeit des Immunsystems und macht Kinder widerstandsfähiger gegenüber Infekten. Deshalb ist das Rollern und Radfahren eine ideale Viren- und  Bakterienbremse.

Koordination in Verkehr und Alltag

Radfahren ist Bewegung und Bewegung regt die Hirndurchblutung an, was sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen zu einer besseren Verzweigung der Nervenzellen, ja sogar zur Neubildung von Nervenzellen führt. Das Gehirn wird durch Radfahren also leistungsfähiger – und oft kommen einem beim Radfahren wirklich die besten Ideen.

Die komplexen motorischen Anforderungen des Radfahrens schulen bei Kindern und Jugendlichen die Koordination und das Gleichgewicht. Des Weiteren erzielt man durch das Radfahren positive Transfereffekte für andere Bewegungsformen. Um den größtmöglichen Nutzen aus dem Radfahren zu ziehen, müssen jedoch attraktive Bewegungsaufgaben gestellt werden, die über das übliche Verkehrssicherheitstraining in Schulen hinausgehen: Beispielsweise können Elemente aus dem Mountainbike- und Trial-Bereich in das Bewegungsrepertoire aufgenommen werden.

Freiheit

Das Radfahren hat einen oft unterschätzten, aber erheblichen Einfluss auf die psychosoziale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen, denn Radfahren ist für sie oft mit dem Gefühl wirklicher Freiheit und Unabhängigkeit verbunden. Besetzt man es also durch die richtige Heranführung positiv, eröffnet sich die Chance, dass Radfahren lebenslang als gesunde und nachhaltige Bewegungsform wahrgenommen und gelebt wird.

Erkältungen verhindern

Radprofis sind wahre Künstler im Gesundbleiben – und das, obwohl sie oft bei Regen, Wind und Kälte auf ihrem Rad sitzen. Viele Studien haben mittlerweile wissenschaftlich dokumentiert, was die Profis in der Praxis beweisen: Körperliche Belastung und Erholung an der frischen Luft sowie das richtige Verhalten beim und nach dem Radfahren machen widerstandsfähiger gegenüber Infekten und erhöhen generell die Leistungsfähigkeit des Immunsystems. Fazit: Radfahren hat für jeden Einzelnen gesundheitliche Vorteile.

RADschlag-Empfehlungen zu diesem Thema mit Bewertungsfunktion:

30.08.09

Cycling & Health - Kompendium gesundes Radfahren (Froböse)

Das erste Kapitel stellt die positiven Effekte des Radfahrens dar und beschreibt detailliert die Veränderungen an den Organen und im Körper. Im nächsten Kapitel wird beschrieben, wie man auch das Rad für sich individuell „fit“ machen kann. Der letzte Abschnitt beinhaltet, wie sich das Rad optimal nutzen lässt und wie man am Besten etwas für seine Gesundheit machen kann.

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