Rutscher, Roller und Laufrad

Rutscher, Roller, Laufrad und Co. sind keine Fahrzeuge im Sinn der Straßenverkehrsordnung (StVO) und dürfen deshalb nur im Fußgängerverkehr zum Einsatz kommen – zum Beispiel auf Gehwegen oder in Fußgängerzonen.

„Verkehrssichere Rollgeräte“ gemäß StVO gibt es also nicht. Dennoch kann man bei der Anschaffung von Rutscher, Roller, Laufrad und Co. viele Dinge beachten, die für die Sicherheit der Kinder wichtig sind.

Rutscher

Schon ab einem Alter von etwa zehn Monaten können Kinder mit einem Rutscher ihre ersten eigenen Erfahrungen auf Rädern sammeln, denn die niedrige Fahrhöhe und der breite Radabstand sorgen für die nötige Stabilität. Spielautos mit Luftbereifung sind vorzuziehen, da sie auch auf unbefestigten Wegen das Fahren ermöglichen und zudem die Gefahr des Umkippens verringern. Ein weiterer Vorteil ist ihre geringe Geräuschentwicklung. 

Roller

Ab einem Alter von circa zwei Jahren können Kinder den Roller als Fortbewegungsmittel nutzen und lernen damit, das Gleichgewicht zu halten und mithilfe der Gewichtsverlagerung zu lenken. Die Trittfläche des Rollers sollte rutschfest und ausreichend breit sein, sodass möglichst beide Kinderfüße Platz finden. Eine gut funktionierende Fußbremse muss von den Kindern ohne Weiteres erreicht werden. Für zusätzliche Sicherheit sorgen Polsterungen an den Enden und in der Mitte des Lenkers, denn dadurch wird das Verletzungsrisiko bei Stürzen reduziert. Auf unebenen Untergründen spielt der Raddurchmesser eine entscheidende Rolle: Je größer dieser ist, desto kleiner ist die Gefahr, dass das Kind hängen bleibt.

Laufrad

Als unmittelbare Vorbereitung auf das Radfahren eignet sich ab etwa zwei Jahren ebenfalls das Laufrad. Es besitzt im Normalfall keine Bremsen, da Kinder mit den Füßen bremsen können. Bei der Fortbewegung sollten die Kinderbeine gestreckt sein. Daher ist es wichtig, dass die Sattelhöhe problemlos zu verstellen ist. Das Gleiche gilt für die Höhe der Lenkstange, da nur so eine aufrechte und bequeme Sitzposition möglich ist.

Bei der Anschaffung eines Laufrades sollte auf das Gewicht geachtet werden: Leichte Laufräder sind für Kinder wesentlich einfacher zu handhaben. Mit Scheibenrädern ausgestattete Laufräder sind zu bevorzugen, denn bei Speichenrädern können Kinder schnell mit Händen oder Füßen in das sich bewegende Rad geraten. Besonders auf unbefestigten Wegen sind Luftreifen sicherer als Hartgummiräder. Polster an den Enden und in der Mitte des Lenkers senken auch hier bei einem Sturz das Verletzungsrisiko. Außerdem ist darauf zu achten, dass alle Schrauben am Laufrad abgedeckt sind. Lenker mit einem begrenzten Einschlagwinkel sind zu bevorzugen, denn dadurch wird ein Überdrehen des Lenkers vermieden und die Sturzgefahr vermindert.

Laufräder gibt es aus Metall oder Holz. Während Metalllaufräder wetterfester sind, sind Holzlaufräder in der Regel leichter. 

Rollgeräte und Altersstufen

Ab welchem Alter Kinder welches Rollgerät nutzen können, ist sehr unterschiedlich. Grundsätzlich ist es wichtig, die Kinder zu beobachten, um sowohl einer Über- als auch einer Unterforderung vorzubeugen. Das Kapitel Rollgeräte und Altersstufen stellt übersichtlich die psychomotorischen Voraussetzungen für die verschiedenen Rollgeräte zusammen.

RADschlag-Empfehlungen zu diesem Thema mit Bewertungsfunktion (Weitere Quellen finden sich in der Literaturdatenbank.):

15.06.10

Mobile Kinder. Tipps für Kinderfahrzeuge – vom Rutschauto bis zum Snowboard (GDV (Hrsg.))

Kitas und Eltern, die auf der Suche nach dem richtigen Fortbewegungsmittel für Kinder sind, erhalten in dieser Broschüre wichtige Tipps.

Hier geht es zur Broschüre (pdf, 907,01 kb).

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15.06.10

Laufrad – wichtige Fragen beim Kauf eines Laufrads (Kidstraffic, Brix)

Dieser Artikel beantwortet zehn Fragen zum Laufradkauf und schließt mit einem Erfahrungsbericht ab.

Hier geht es zum Artikel.

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14.09.09

Kinderlaufräder. Gift in den Griffen (Stiftung Warentest)

Ein tolles Spielzeug und sinnvoll obendrein: Laufräder bringen kleine Kinder in Schwung und bereiten aufs Fahrradfahren vor. Im Test: 15 Modelle für 40 bis 199 Euro. Die böse Überraschung: Für elf Laufräder gibt die Stiftung Warentest Giftalarm. In Griffen, Sitzpolstern und Reifen steckt verdächtige Chemie.

Hier geht es zum kostenpflichtigen Download des Testberichts.

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